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Wenn dich die Intuition trügt


Vielleicht hast du schon einmal ein oder mehrere solcher Erlebnisse gehabt: Du weißt im Voraus, was passieren wird. Oder du triffst aus einem Bauchgefühl heraus die richtige Entscheidung und stellst hinterher fest, dass dich eine rationale Entscheidung zum falschen Ziel gebracht hätte.

Die Intuition ist ein wichtiger Sinn, mit dem wir sehr effizient unbewusst eine Situation oder Zusammenhänge analysieren können. Die Analyseergebnisse bewirken in uns ein bestimmtes Gefühl. Meist ist das eine Art Erfolgsgefühl. Wir empfinden, dass wir uns mit der Entscheidung selbst belohnen. Doch manchmal kann diese Vorab-Belohnung uns betrügen.

Grafik: Man sieht auf diesem Bild ein rötliches Pendel liegen. 

Beispielsweise glauben viele Menschen, dass sie ein Déjà-vu erleben und empfinden, dass dies eine Art höheres Bewusstsein sein muss. Dass unsere Seele schon einmal in dieser Situation gewesen sein muss, denn wir können gefühlt eine oder zwei Sekunden vorher sagen, was ein anderer Mensch tun und sagen wird. Doch meist sind wir in diesem Moment einfach zu perplex, um anderen davon zu berichten. Kennst du das auch?

Die Hirnforschung hat sich damit einmal von der biochemischen Seite beschäftigt. Es gibt verschiedene Theorien, die noch genauer erforscht werden, in jedem Fall hat es damit zu tun, dass bestimmte Anteile im Gehirn, die jeweils eine bestimmte Aufgabe haben, plötzlich gleich einem Muskelzucken sehr aktiv sind. Das jedoch nur für einen sehr kurzen Zeitraum. So können Neurotransmitter, die Botenstoffe im Gehirn, dafür verantwortlich sein, wenn wir dieses oder jenes Gefühl verspüren.

Wissenschaft oder Medialität?

Es ist daher ratsam, sich gerade als medial veranlagter Mensch damit zu beschäftigen, wie das Gehirn funktioniert, was es alles leistet.
Auch als nicht medialer Mensch kann es dich schützen, wenn du genau weißt, was ein Mensch tatsächlich medial leisten kann und was nicht, denn so kannst du abschätzen, wessen Hilfe du wirklich in Anspruch nehmen möchtest.
Telepathie ist beispielsweise inzwischen wissenschaftlich an Pflanzen nachgewiesen worden. Hellsehen hat viel mit dem oben beschriebenen Mechanismus im Gehirn zu tun, denn hier spielen Empathie und die so genannten Spiegelneuronen im Gehirn (also Zellen, die dafür sorgen, dass du mitfühlen kannst) eine wesentliche Rolle.

Du siehst, dass erweiterte, mediale Sinne keineswegs im Widerspruch zur Wissenschaft stehen müssen. Gerade die Wissenschaft macht erst deutlich, wie komplex wir eigentlich denken und empfinden. Deshalb ist es auch vollkommen normal, dass wir uns zu einhundert Prozent auf ein Gefühl verlassen und uns manchmal dennoch täuschen. Wir können solche Fehler zugeben und sollten auch mit uns selbst so offen und ehrlich umgehen.

Linktipp:
Über den Umgang mit Kritik und eigenen Fehlern hat übrigens auch Jean-Christoph vom Bogenblog in seinem Podcast gesprochen. Hör dort gern einmal rein.

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