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Das Geheimnis der Traumdeuter - Teil 1


Wann auch immer du einen besonders seltsamen oder beängstigenden Traum hattest, hast du dir gewünscht, die scheinbar unbekannte Sprache der Traumdeuter zu beherrschen. Es ist ein Mystizismus, an den man einfach glauben muss. Denn sonst wirkt er ja auch nicht, richtig?
Dann sind da diese Scharen an „Lexika“, die uns weismachen wollen, auf jede Traumsrätsel käme stets der passende Schlüssel – weil alles erprobt ist und man sich noch nie geirrt hat. Natürlich.
Genau dort finden sich die Menschen, die dir ihre Dienste als Deuter anbieten, denn nur sie haben „die Gabe“.

Falsch!
Warum auch du deine eigenen Träume deuten kannst und warum in aller Welt du dies eigentlich tun solltest, erfährst du jetzt.

Bild zur Traumdeutung. Man sieht einen Schmetterling über einem Ziffernblatt einer Uhr.

Was bedeutet Traumdeutung eigentlich?

Zunächst einmal bewegen wir uns nicht im Bereich des Kartenlesens, „Verschwundene-Dinge-mitttels-Magie-Findens“ oder gar der „Engel-Energien“. Traumdeutung basiert auf Analyse und Didaktik, also der Wechselwirkung zwischen dem, wie wir Träume empfinden und dem, was sie uns wirklich sagen. Doch das ist noch nicht alles.

Als „cold reading“ (zu deutsch: kalte Analyse“) bezeichnet man eine Technik, die Mentalisten, Zauberkünstler und andere verwenden, um eine unbekannte Person ganz besonders an den seelischen Punkten zu berühren, wo es weh tut. Sie verblüffen damit, die intimsten Geheimnisse zu kennen. Doch weit gefehlt.
Cold reading bedeutet einfach nur, dass der Mentalist in eine Richtung raten muss. Anhand von „tells“, wie es beim Poker heißt (also winzige Gesten) erkennt der Mentalist sofort, ob er einen empfindsamen Punkt bei seinem „Klienten“ erreicht hat oder ob er in eine andere Richtung raten muss.

Auch bei der Traumdeutung verwenden wir solche erlernbare Methoden. Vor allem ist die Analyse von gegebenen Anhaltspunkten, Kombinationsgabe und die Empathie eines Menschen voraussetzend. Man könnte es ein wenig mit Detektiv-Arbeit vergleichen. Und welcher Detektiv hätte je von sich hören lassen, dessen Spürsinn undurchschaubar blieb?

Die Methoden der Traumdeutung werden – gleich dem Pendeln – eingesetzt, um uns selbst zu reflektieren, verborgene Gedanken und Gefühle zu offenbaren. Häufig kann die Traumdeutung regelrechte Todesängste in helle Freude verwandeln. Das glaubst du nicht?

In Träumen verarbeiten wir Alltagserlebnisse, unerfüllte Bedürfnisse, unbewusste Gefühle. Wir lösen Probleme, sind regelrecht kreativ und lernen Neues. Es ist also keineswegs der Fall, dass ein sehr wirrer Traum nur auf schlechte Kinofilme oder gar wirren Gespinsten beruhen.
Nicht ohne Grund gehen Schlafforscher inzwischen auch dem wissenschaftlichen Naturell der Träume auf den Grund.
Das was mit Traumdeutung analysiert werden kann, findet durch plötzliche Erkenntnis oder durch die Beantwortung von offenen Fragen im Alltag des Träumenden Einzug.
Hierdurch können wir für uns ungünstiges Verhalten ablegen/ verändern oder unsere bisher unbewussten Gefühle klarer berücksichtigen. Auf diese Weise erledigen sich Träume, die immer wiederkehren, auch schließlich.

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