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Der Junge und das Eishorn

Ich möchte dir heute von einem mutigen Jungen erzählen. Vielleicht wirst du zu denjenigen gehören, die erst einmal abwinken. Gibt es doch alles nicht! Und doch ist es eine wahre Geschichte.

Auf der Grafik sieht man ein weißes Einhorn in einer bläulich erstrahlenden Eishöhle. 

Einst gab es in einem kleinen Dorf am Fuße eines Gebirges einen Jungen, der nicht recht wusste, wo er hingehörte. Seine Altersgenossen verspotteten ihn oft, denn manchmal stellte er sich sehr tolpatschig an. Mal ließ er den Wasserkrug fallen, mal brannte ihm der Haferbrei an. Oft schalt ihn seine Mutter dafür. In solchen Momenten wünschte er sich, mit einem Einhorn einfach davon reiten zu können, in einen Wald voller Schönheit, Frieden und Achtsamkeit.
Nachdem ihn ein Kamerad wieder einmal ausgeschimpft und in den Dreck gestoßen hatte, weil er ihm im Wege stand, hörte der Junge aus den fernen Bergen ein Wiehern herüber schallen. Es klang, als klimperten unzählige Diamanten und Glasscherben leise aneinander.

Fasziniert von diesem wunderschönen Geräusch machte er sich auf die Suche nach der Ursache. Ohne ein Lebwohl oder eine Erklärung ging er los. Die Strapazen seines Lebens hatte er schon vergessen.
Einen steilen Weg hinauf musste er laufen, seine Füße wurden wund. Auch das Wetter änderte sich, je höher er hinauf zu den Gipfeln stieg. Hin und wieder blieb er stehen, um auf das Geräusch zu lauschen.

Da war es wieder! Ein zauberhaftes Wesen wieherte ihm entgegen. Jedes Mal durchfuhr ihn ein unsagbares Glücksgefühl, auch wenn er nicht wusste, warum.
Knapp unter einer Bergspitze, unter einer dicken Schneedecke, entdeckte der Junge den Eingang zu einer Höhle. Da der Wind sehr an seinen Kleidern zerrte und es ihm fröstelte, wagte er eine Rast. Immer tiefer hinein musste der Junge, in die Dunkelheit. Alles was ihn führte, war das unbestimmte Gefühl, auf dem richtigen Pfad zu sein.

Und tatsächlich: Aus den Tiefen der Höhle rollte das glitzernde Wiehern zu ihm. Jetzt gab es kein Halten mehr!

Im Schlund des Berges angekommen, fand der Junge einen großen Haufen klaren Eises vor. Aus der sonderbaren Form wuchs ein Horn aus Eis hervor. Noch während der Junge verwundert das seltsame Gebilde umrundete, bröckelte die Eisdecke.

Hervor brach ein schimmerndes weißes Pferd mit einem kristallklaren Horn aus Eis auf der Stirn. Es schüttelte die Reste der Eiskruste ab und begrüßte den Jungen. „Willkommen, kleiner Freund. Ich habe tausend Jahre auf dich gewartet. Endlich bin ich frei.“

Kennst du den Jungen auch?
Manchmal ist es besser, einen Traum einfach zu leben und sich keine Gedanken darum zu machen, ob alles perfekt wird und was andere davon halten. Es ist dein ganz persönlicher Weg. Und jeden Tag hast du die Chance, das Eishorn zu finden. Oder träumst du lieber von einer Fee? Erzähle es mir in den Kommentaren!

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